Internationaler FrühlingsCampus 2026
11.05. - 15.05.2026
„Entbürokratisiert Euch!“ – Der Internationale FrühlingsCampus 2026
Der Internationale FrühlingsCampus 2026 brachte Studierende, Lehrende und Fachleute aus verschiedenen Ländern wie der Ukraine
und Polen zusammen, um sich über aktuelle Themen der öffentlichen Verwaltung, Digitalisierung und internationalen
Zusammenarbeit auszutauschen. Über mehrere Tage hinweg bot die Veranstaltung ein abwechslungsreiches Programm aus
Fachvorträgen, Workshops, Diskussionsrunden sowie kulturellen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Unter dem Motto
„Entbürokratisiert Euch!“ stand dabei insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Verwaltungsprozesse moderner, effizienter und
bürgernäher gestaltet werden können.
Im Mittelpunkt standen insbesondere moderne Ansätze der Verwaltungsdigitalisierung, der Bürokratieabbau sowie internationale
Perspektiven auf gesellschaftliche und verwaltungsbezogene Herausforderungen. Neben den fachlichen Beiträgen ermöglichte der
FrühlingsCampus auch zahlreiche Begegnungen zwischen den Teilnehmenden und förderte den interkulturellen Austausch.
Der folgende Bericht gibt einen Überblick über die einzelnen Veranstaltungstage sowie die wichtigsten Inhalte, Eindrücke und
Erfahrungen des Internationalen FrühlingsCampus 2026.
Tag 1- Auftakt mit Impulsen zu Digitalisierung, Entbürokratisierung und moderner Verwaltung
Mit einem abwechslungsreichen Programm ist am Montag der Internationale FrühlingsCampus 2026 erfolgreich gestartet.
Studierende, Lehrende sowie Gäste aus Verwaltung, Wissenschaft und Politik kamen auf dem Campus der Hochschule Meißen
zusammen, um gemeinsam den Auftakt der internationalen Veranstaltungswoche zu feiern.
Nach der offiziellen Eröffnung durch den Rektor der Hochschule Meißen, Prof. Dr. Frank Nolden, richtete der Ministerpräsident des
Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, per Videobotschaft ein Grußwort an die Teilnehmenden. Auch die Partnerhochschulen
begrüßten die internationalen Gäste und unterstrichen die Bedeutung des fachlichen und kulturellen Austauschs.
Im weiteren Verlauf sprach Ministerialrat Stefan Dörner als Rektor der Hochschule der Sächsischen Polizei zu den Teilnehmenden
und betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit sowie moderner Verwaltungs- und Sicherheitsstrukturen.
Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war der Vortrag von Prof’in. Dr. Renata Kusiak-Winter von der Universität Wroclaw. Unter
dem Titel „Öffentliche Verwaltung unter Druck: Entbürokratisierung, Digitalisierung und Demokratisierung“ sprach sie über aktuelle
Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven moderner Verwaltungsstrukturen in Europa.
Im Anschluss setzte Claudia Conradi, designierte Fachbereichsleiterin Sozialverwaltung der HSF Meißen, mit ihrer Auftaktrede
„Entbürokratisiert Euch!“ wichtige Impulse für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Dabei standen insbesondere die Chancen
vereinfachter Prozesse und innovativer Verwaltungsarbeit im Mittelpunkt.
Zum Abschluss des ersten Programmblocks gewährte Alexander Sträb von der Staatskanzlei Dresden vertiefte Einblicke in die
Modernisierungsagenda des Freistaates Sachsen. Vorgestellt wurden unter anderem die Projekte ePM.SAX und sax.improve, die
neue Ansätze für digitale und effizientere Verwaltungsabläufe aufzeigen.
Der erste Veranstaltungstag klang anschließend beim gemeinsamen Kaminabend in angenehmer Atmosphäre aus. In lockerer Runde
entstanden zahlreiche Gespräche, neue Kontakte und erste internationale Begegnungen.
Mit Vorfreude blicken die Teilnehmenden nun auf den zweiten Tag des FrühlingsCampus mit weiteren Fachvorträgen, dem Empfang
durch den Oberbürgermeister der Stadt Meißen sowie dem festlichen Frühlingsball.
Tag 2- Zwischen Fachvorträgen, Exkursionen und Frühlingsball
Der zweite Veranstaltungstag des Internationalen FrühlingsCampus 2026 begann mit einem gemeinsamen Frühstück sowie einer
spannenden zweiten Session zum Thema Digitalisierung und Verwaltung. Eckart Hagenloch vom Amt für Informationstechnik und
Digitalisierung (AID) des Landratsamtes Meißen stellte zunächst die Arbeit des AID vor und sprach über den Umgang des
Landratsamtes mit der Digitalisierung sowie deren Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger und auf GovKIT. Anschließend
gewährte Michael Glöckner vom Fernstraßen-Bundesamt Leipzig interessante Einblicke in die Digitalisierungsstrategien FBA, PEP
und Flexiteams. Den fachlichen Abschluss des Vormittags bildete Olaf Behrends von der Handwerkskammer Dresden mit Impulsen
zum Bürokratieabbau.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte der Empfang der ausländischen Studierenden durch den Meißner Oberbürgermeister
Markus Renner im Rathaus der Stadt Meißen. Am Nachmittag standen Ausflüge zur Albrechtsburg sowie zur
Porzellanmanufaktur auf dem Programm. Trotz des schlechten Wetters waren die Exkursionen ein voller Erfolg und boten
zahlreiche interessante Eindrücke.
Der Abend begann mit einer gemeinsamen Chill-out-Area, bei der die Teilnehmenden essen, trinken und miteinander ins Gespräch
kommen konnten. Anschließend klang der Tag zunächst beim gemeinsamen Abendessen aus, bevor ab 21 Uhr der festliche
Frühlingsball begann. In elegantem Ambiente wurde gemeinsam gefeiert und getanzt. Der Frühlingsball bildete nicht nur den
Höhepunkt des Tagesprogramms, sondern bot auch einen gelungenen Rahmen für Begegnungen, Gespräche und unvergessliche
Momente.
Tag 3- Innovative Ansätze für eine moderne Verwaltung
Mittwoch beim Internationalen FrühlingsCampus 2026 stand ganz im Zeichen von Digitalisierung, Verwaltung und Bürokratieabbau.
Der Tag begann mit Frühstück und der dritten Session in der Mehrzweckhalle, eröffnet vom studentischen Moderationsteam.
Im Mittelpunkt der Vormittagssession stand zunächst eine Live-Demonstration zu KI in der öffentlichen Verwaltung mit Stefan
Büttig und Thomas Schindler von der Digitalagentur Sachsen. Anschließend folgten zwei internationale Beiträge: „Ein Staat ohne
Urkunden: Wie digitale Systeme die Bürokratie vereinfachen.“ von Dariia Lieftier und Ivanna Makhovska von der Polytechnischen
Nationaluniversität Lviv sowie „Der Staat in einem Smartphone: Wie die Ukraine Papierbürokratie eliminiert.“ von Viktoriia Pylypets
und Olha Peshkova, ebenfalls von der Polytechnischen Nationaluniversität Lviv.
Nach einer Diskussion und Pause setzten Karol Turkiewicz von der Universität Wroclaw mit „Lokale Bürgerbeteiligung zwischen
Demokratie und Bürokratieaufwand“ und Natalia Tomicka ebenfalls von der Universität Wroclaw mit „Bürokratie in einer Demokratie
– der Fall der Fake News über die Europäische Union“ weitere fachliche Impulse. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zum
gemeinsamen Mittagessen in der Mensa.
Am Nachmittag ging es mit der vierten Session weiter, erneut eröffnet durch das studentische Moderationsteam. Es folgte der
Beitrag „Die App ePraca als Methode zur Reduzierung des bürokratischen Aufwands im Bewerbungsprozess in Polen“ von Julia
Jeziorska, Julia Papiez und Magdalena Rusin von der Hochschule Konin. Danach wurde „Reduzierung von Bürokratie durch digitale
Transformation: die Lviv Erfahrung“ von Kateryna Zablotska und Safiia Mininkova von der Polytechnischen Nationaluniversität Lviv
vorgestellt.
Den Abschluss des Fachprogramms bildeten eine gemeinsame Diskussionsrunde sowie ein Ausblick auf die kommenden Tage. Im
Anschluss blieb Zeit für einen offenen Austausch beim Abendessen und am Lagerfeuer. Insgesamt war der Tag geprägt von
spannenden Einblicken, internationalem Austausch und wertvollen Impulsen für die digitale Verwaltungsmodernisierung.
Tag 4- Kultur, Geschichte und gemeinschaftliche Erlebnisse in Dresden
Der vierte Tag des Internationalen FrühlingsCampus 2026 führte die Teilnehmenden in die Landeshauptstadt Dresden und bot ein
abwechslungsreiches Programm voller kultureller Eindrücke, sportlicher Aktivitäten und internationaler Begegnungen.
Nach dem gemeinsamen Frühstück startete die Gruppe am Vormittag mit der Abfahrt vor Haus 3 der Hochschule Meißen in
Richtung Dresden. Dort erwartete die Teilnehmenden ein vielseitiges Tagesprogramm, das die kulturelle Vielfalt und historische
Bedeutung der Stadt erlebbar machte.
Im Rahmen einer Stadtführung durch die Dresdner Altstadt erhielten die internationalen Gäste spannende Einblicke in die
Geschichte, Architektur und Entwicklung der sächsischen Landeshauptstadt. Ergänzt wurde das Programm durch den Besuch des
Stadtmuseums Dresden, das weitere Perspektiven auf Dresdens kulturelles Erbe eröffnete. Eine englischsprachige Übersetzung
begleitete den gesamten Tag und unterstützte den interkulturellen Austausch zwischen den Teilnehmenden.
Am Nachmittag konnten die Studierenden aus verschiedenen Angeboten wählen. Neben einer weiteren Stadtführungen entlang der
Brühlschen Terrasse bestand die Möglichkeit, die berühmte Semperoper zu besichtigen oder bei einer gemeinsamen Rafting-Tour
auf der Elbe sportlich aktiv zu werden. Das vielfältige Programm bot zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen,
gemeinsame Erfahrungen zu sammeln und Dresden aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Gesprächen und unvergesslichen gemeinsamen Momenten endete ein gelungener Tag in
Dresden. Der Internationale FrühlingsCampus zeigte damit erneut eindrucksvoll, wie fachlicher, kultureller und persönlicher
Austausch über Ländergrenzen hinweg gelingen kann.
Tag 5- Abschluss des FrühlingsCampus 2026 mit Workshops und fachlichem Austausch
Der fünfte und zugleich letzte Tag des Internationalen FrühlingsCampus 2026 stand ganz im Zeichen von Wissenstransfer,
Digitalisierung und internationalem Austausch. Nach dem gemeinsamen Frühstück eröffnete das studentische Moderationsteam
die fünfte Session in der Mehrzweckhalle und leitete damit den Abschluss des fachlichen Programms ein.
Den inhaltlichen Auftakt bildete der Beitrag „Knowledge Management in Practice: How Public Organisations Enable Knowledge
Sharing“ von Robin Vogel, Dozent für Management an der HSF Meißen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wissen in
öffentlichen Organisationen systematisch gesichert, strukturiert und langfristig verfügbar gemacht werden kann. Dabei wurde
insbesondere die Bedeutung von Wissensmanagement für eine moderne und lernfähige Verwaltung hervorgehoben.
Im Anschluss folgten verschiedene Workshops, die unterschiedliche Perspektiven auf Verwaltungsmodernisierung und
gesellschaftliche Herausforderungen eröffneten. Im Workshop „Administration International gedacht – Die Sache mit den
Bürgersteigen“ wurde in der Mehrzweckhalle gemeinsam mit dem 4transfer-Innovationsverbund, vertreten durch Arne Petersen
und Prof. Dr. Oliver Jokisch, über internationale Verwaltungsansätze diskutiert und deren Übertragbarkeit auf unterschiedliche
Verwaltungssysteme reflektiert. Dabei standen insbesondere praktische Erfahrungen und vergleichende Perspektiven im
Mittelpunkt.
Einen weiteren Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Samia Härtling mit dem Workshop „Krisenresilienz: Was deutsche Verwaltungen von
der Ukraine und Polen lernen können“. Hierbei wurden internationale Erfahrungen im Umgang mit Krisensituationen analysiert
und daraus ableitbare Erkenntnisse für die deutsche Verwaltungspraxis diskutiert. Besonders deutlich wurde dabei die
Bedeutung flexibler und anpassungsfähiger Verwaltungsstrukturen in Ausnahmesituationen.
Abgerundet wurde das Workshop-Programm durch den Live-Podcast „Recht Ordentlich“ mit Prof. Dr. Thomas M. Schimmel und
Daniel Andrae, der aktuelle rechtliche und gesellschaftliche Fragestellungen aufgriff und diese in einem offenen
Gesprächsformat zugänglich machte. Der Podcast bot damit einen praxisnahen und zugleich reflektierenden Abschluss des
fachlichen Programms.
Nach einer gemeinsamen Verabschiedung und dem anschließenden Mittagessen endete der Internationale FrühlingsCampus 2026
offiziell. Der letzte Tag bot damit nicht nur einen inhaltlichen Rückblick auf zentrale Themen der Woche, sondern auch Raum
für persönlichen Austausch und internationale Vernetzung. Insgesamt bleibt der FrühlingsCampus als intensive, vielseitige und
inspirierende Woche mit zahlreichen neuen Eindrücken, Perspektiven und Kontakten in Erinnerung.
