Zeugnisübergabe des Studienganges Digitale Verwaltung
Am 27. Februar 2026 verabschiedete die Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum 23 Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung feierlich in das Berufsleben. Für den noch jungen Studiengang war es bereits die dritte Zeugnisübergabe seit seiner Gründung – ein sichtbares Zeichen für seine erfolgreiche Entwicklung.
Meilenstein nach sieben Semestern
Prof. Dr. Detlef Rätz, Leiter des Fachbereichs Digitale Verwaltung, eröffnete die Veranstaltung mit einem besonderen Blick auf den Moment des Übergangs: „Aus Studierenden werden Absolventinnen und Absolventen – und nun Kolleginnen und Kollegen.“ Hinter dem Jahrgang liegen sieben intensive Semester mit Theorie- und Praxisphasen sowie der Bachelorarbeit. Nun sei der verdiente Meilenstein erreicht.
Digitalisierung im Verwaltungshandeln sei ein komplexes Thema. Sie dürfe nicht um jeden Preis erfolgen, sondern müsse sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Auch die Dynamik Künstlicher Intelligenz, die stetig weiterlernt und neue Möglichkeiten eröffnet, habe das Studium geprägt. Die vielfältigen Erfahrungen der Studierenden, gewachsene Netzwerke und gemeinsame Erlebnisse – etwa die zweitägige Studienfahrt nach Berlin – hätten den Jahrgang besonders ausgezeichnet. Mit Blick in die Zukunft ermutigte Prof. Dr. Rätz die Absolventinnen und Absolventen, als Botschafterinnen und Botschafter der digitalen Verwaltung zu wirken – vielleicht auch im neuen Masterstudiengang Public Service Innovation, der in diesem Jahr erstmals an den Start geht.
Digitalisierung gestalten – gemeinsam und verantwortungsvoll
Dr. Daniela Dylakiewicz, Amtschefin der Sächsischen Staatskanzlei, Beauftragte für Informationstechnologie des Freistaates Sachsen und Schirmherrin des Studiengangs, würdigte den Tag als Moment des Innehaltens zwischen Rückblick und Aufbruch. Digitalisierung sei ein umfassender Transformationsprozess, der nur im Zusammenwirken von Freistaat, Bund und Kommunen gelinge. Sie sei kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Prozesse zu analysieren, Daten klug zu nutzen und Verwaltung zukunftsfähig zu gestalten. Die Absolventinnen und Absolventen trügen nun Verantwortung, Veränderung aktiv mitzugestalten. Ihr Dank galt auch den Familien für ihren Rückhalt.
Albrecht Pallas, 4. Vizepräsident des Sächsischen Landtags, unterstrich die Bedeutung digitaler Kompetenzen für eine bürgernahe und leistungsfähige Verwaltung. Reformprozesse, Vereinfachung von Strukturen und kontinuierliche Aus- und Fortbildung seien zentrale Aufgaben. „Wir brauchen Sie als Gestalterinnen und Gestalter“, betonte er und dankte Lehrenden wie Familien gleichermaßen.
Zukunft möglich machen
Die Festrede hielt Markus Renner, Oberbürgermeister der Stadt Meißen und selbst Absolvent der HSF Meißen. Er erinnerte daran, dass der Studienstart 2022 bereits in einer Zeit stattfand, in der Digitalisierung weit mehr als ein Schlagwort war. Digitale Transformation sei notwendig – doch nicht Technik allein entscheide über ihren Erfolg. Es brauche kluge Köpfe, die Chancen und Risiken erkennen und verantwortungsvoll handeln. „Digitalisierung muss gestaltet werden – denken Sie groß.“ Besonders erfreulich: Alle kommunalen Absolventinnen und Absolventen werden übernommen – ein starkes Signal aus der Praxis.
Für den Jahrgang sprachen Julia Haberland und Thomas Galert. Sieben Semester mit Prozessmodellen, Programmierung und Projektarbeit lägen hinter ihnen. Ob direkt vom Abitur oder nach beruflichem Neuanfang – man fühle sich gut vorbereitet. „Digitalisierung ist ein Marathon“, betonten sie. Langfristige Veränderungen erforderten Geduld, Ausdauer und Teamarbeit.
Musikalisch begleitet wurde die Feier von Silvi Piela und Yve Kanew. Als Jahrgangsbeste wurde Linda Gröger ausgezeichnet, die künftig bei der Stadt Meißen tätig sein wird.
Mit der Zeugnisübergabe endet ein prägender Lebensabschnitt – und zugleich beginnt ein neuer. 23 engagierte Absolventinnen und Absolventen sind bereit, die digitale Verwaltung verantwortungsvoll und zukunftsorientiert mitzugestalten.