Studienfahrt des Studienganges Allgemeine Verwaltung
Nach der spannenden Studienfahrt nach Berlin im 2. Semester entstand in der Seminargruppe 23/05 des Studiengangs Allgemeine Verwaltung schnell die Idee, eine weitere Exkursion zu organisieren, diesmal jedoch in ein Nachbarland. Neben Prag und Brüssel interessierten wir uns aufgrund der landeseigenen Institutionen und der Kultur besonders für Wien. Nach einem kurzen Themencheck und einer Abstimmung innerhalb des Kurses 23/05 entschieden wir uns mehrheitlich dafür, die österreichische Hauptstadt Wien im Rahmen eines verlängerten Wochenendes näher kennenzulernen. Nach intensiver Planung durch das Organisationsteam und der Gewinnung von Herrn Andrae als begleitenden Dozenten starteten wir in der Nacht vom 10. zum 11.September 2025 mit Bus oder Bahn individuell nach Wien. Nachdem wir uns alle am Hauptbahnhof zusammengefunden hatten, bahnten wir uns noch etwas erschöpft von der Anreise, aber voller Tatendrang unseren Weg durch die Wiener Altstadt zu der ersten Institution: dem Bundeskanzleramt.
Nach einer erfolgreichen Sicherheitsüberprüfung bekamen wir eine ausführliche Hausführung mit zahlreichen Fakten über die Geschichte Österreichs sowie über das Regierungsgebäude selbst. Besonders war hierbei die spontane Möglichkeit das Büro des Bundeskanzlers und seine Empfangsräume in Augenschein zu nehmen, welche sonst nur an besonderen Tagen von der Bevölkerung besichtigt werden können.
Kurz darauf hatten wir die besondere Gelegenheit Staatsekretär Alexander Pröll persönlich kennenzulernen, was eine große Ehre für unsere Gruppe war.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Volksgarten und Rathauspark steuerten wir unsere nächste Station, den Österreichischen Städtebund, an. Nach einem schnellen Gruppenfoto erfuhren wir etwas über den Aufbau und die Organisation sowie, dass der Städtebund die Interessensvertretung der Gemeinden gegenüber dem Bund, der Bundesländer und den europäischen Institutionen ist. Besonders interessant war hierbei, dass 261 Mitgliedsgemeinden im österreichischen Städtebund organisiert sind, die rund 65 % der Bevölkerung repräsentieren.
Das Highlight unseres ersten Exkursionstages war jedoch der Besuch bei der Volksanwaltschaft. Sie ist eine von der Bundesverfassung legitimierte, unabhängige Kontrolleinrichtung, welche Bürger bei Problemen mit Behörden auf Antrag oder Missstandsverdacht von Amts wegen tätig wird. Nach einem eindrucksvollen und informationsreichen Vortrag und Austausch blieb die Frage zurück, ob eine solche Institution für Deutschland ebenfalls sinnvoll wäre und die Verwaltung positiv in allen Bereichen beeinflussen würde.
Zusammen mit Herr Andrae ließen wir den Donnerstagabend in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Auch für den Freitag hatten wir uns ein vielversprechendes Programm entworfen. Der Tag startete für uns in Begleitung von Herrn Andrae mit einem Besuch der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der UN („United Nations“). Dort erhielten wir die Gelegenheit spannende Einblicke in die Arbeit der Ständigen Vertretung und in die Arbeit der UNIDO („United Nations Industrial Development Organization“), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, zu bekommen.
Im Anschluss mussten wir lediglich die Straßenseite wechseln, um den Sitz der Vereinten Nationen in Wien besuchen zu können. Neben Wien hat die UN jeweils einen Sitz in Genf, New York und Nairobi. Wir passierten erfolgreich die Sicherheitskontrolle und verließen damit offiziell österreichischen Boden.
Uns erwartete eine lebendige Führung über das UN-Gelände, welches bekannt ist als das „Vienna International Centre (VIC)“ oder auch als „UNO-City“. Im Rahmen der Führung erhielten wir Einblicke in die Aufgaben der UNO und durften sogar die Konferenzräume besichtigen. Leider fand zu diesem Zeitpunkt gerade keine Konferenz statt.
Dennoch erhielten wir tiefgreifende Informationen und sprachen auch über die „Sustainable Development Goals (SDG’s)“ der Vereinten Nationen, auch bekannt als Nachhaltigkeitsziele, die die uns schon aus dem Studium bekannt sind. Insgesamt war dies ein wirklich eindrucksvoller und interessanter Besuch, der Einigen unter uns auch Inspiration für mögliche berufliche Perspektiven bieten konnte.
Nach der Führung und einem Mittagessen, konnten wir uns gut gestärkt unserem letzten studienbezogenen Programmpunkt widmen. Wir besuchten am Nachmittag das Haus der europäischen Union mit der interaktiven Ausstellung „Erlebnis Europa“.
Diese Ausstellung bot anhand verschiedenster Anschauungsmaterialien und Multimedia-Stationen unter anderem Informationen zu den Staaten der Europäischen Union und ihren Abgeordneten im Europäischen Parlament. Wir schlenderten in Ruhe durch die Ausstellung und sahen anschließend gemeinsam einen Film im integrierten 360°-Kino über die EU. Bevor wir gingen, haben wir noch eine gemeinsame Botschaft mit einem Gruppenfoto hinterlassen.
Da bereits am nächsten Morgen die ersten abreisten, nutzten wir die Gelegenheit, den Abend noch einmal in vollständiger Runde zu verbringen. Wir besuchten gemeinsam den Wiener Prater und beendeten den Tag mit einem Abendessen im Biergarten und der ein oder anderen Achterbahn sowie Karussellfahrt auf dem Prater Turm.
Nachdem wir am Vortag unser studienbezogenes Programm beendet hatten und auch die ersten Mitreisenden abgereist waren, hatten wir für die verbleibende Gruppe am Samstag eine selbst organisierte Stadterkundung zu Fuß geplant. Diese führte uns entlang beeindruckender Sehenswürdigkeiten Wiens, wie beispielsweise dem Schloss Belvedere, der Hofburg und der Wiener Staatsoper.
Für den Nachmittag teilte sich die Gruppe auf und nutzte den letzten Tag in Wien individuell für den Besuch einer Kunstausstellung oder eines traditionellen Wiener Kaffeehauses. Am Abend fanden alle wieder zusammen zum Abendessen mit traditionellem Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat und anschließenden Billardspiel zusammen. Am Sonntagmorgen erfolgte dann die individuelle Abreise mit Bus oder Bahn. Damit endete eine gelungene und erkenntnisreiche Studienfahrt mit großartigen Erlebnissen und Erinnerungen.









