Exkursion ins COSMO Wissenschaftsforum Dresden
Wissenschaftskommunikation zum Anfassen – Studierende des Fachbereichs Digitale Verwaltung erkunden Forschung zu Künstlicher Intelligenz und Robotik
Anfang Oktober besuchten Studierende des Fachbereichs Digitale Verwaltung gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Schmiedgen im Modul „Wissenschaftliche Arbeitsmethoden II“ die Ausstellung Mensch, Roboter! – Robotik aus der Dresdner Wissenschaft im COSMO Wissenschaftsforum in Dresden. Ziel war es nicht nur, aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik kennenzulernen, sondern auch zu entdecken, wie komplexe Forschung verständlich für Bürger*innen, Unternehmen, Verwaltungen und andere Zielgruppen vermittelt wird. Neben technischen Aspekten wie Hardware oder Programmierung standen insbesondere Kommunikation, Ethik und Design sowie Einsatzfelder und Zukunftsszenarien im Mittelpunkt.
In einer eigens angesetzten Führung probierten die Studierenden die interaktiven Exponate selbst aus und erhielten teils spielerisch Einblicke in die zugrundeliegenden Forschungsansätze und -designs: etwa in die Vernetzung und Datenströme von Smart Cities, die Potenziale und Geschwindigkeit von 5G, den Einfluss von Erscheinung, Gestik, Sprache und Haptik von Robotern auf Vertrauen, die KI-Anwendungen zur Erkennung von Notfallsituationen oder die Unfallprävention bei Gießrobotern in öffentlichen Parks (Fun Fact: der Roboter hieß Giesela).
Bei der Führung gab es viele Aha-Momente darüber, welche Bedeutung diese technologischen Entwicklungen für die Arbeit im öffentlichen Sektor und für die Gesellschaft insgesamt haben. Dabei wurde auch klar, dass dieser Ort nicht nur Präsentationsraum ist, sondern gleichzeitig ein Testraum und Forum, um wertvolles Feedback unterschiedlicher Anspruchsgruppen zu sammeln. Somit festigte sich die Erkenntnis, dass Wissenschaftskommunikation im gesellschaftlichen Diskurs eine zentrale Rolle spielt, um Vertrauen und Akzeptanz aufzubauen und Forschung erfolgreich in die Praxis zu übertragen. Und dass Neugier, Entdecken und Freude am Ausprobieren entscheidende Faktoren sind – Erfahrungen, die später im beruflichen Kontext etwa in Change Management und Transformationsprozessen essenziell sind.
Für das weitere Studium erhielten die Studierenden einen Überblick über den Facettenreichtum von Demonstratoren und Prototypen in verschiedenen Entwicklungsphasen. Sie sahen zahlreiche Varianten, diese überzeugend zu präsentieren und verständliche Geschichten über deren Einsatzmöglichkeiten zu formen. Die zugrundeliegenden Forschungsdesigns zeigten, wie die in der Theorie erlernten Methoden angewendet und Daten erhoben werden. Für kommende Projekt- und Abschlussarbeiten bot all dies Inspiration, selbst moderne Forschungsmethoden anzuwenden, eigene Entwicklungen anschaulich zu kommunizieren und testbar zu machen, Daten und Zusammenhänge visuell aufzubereiten und passende Rahmenerzählungen zu gestalten.
Ein herzlicher Dank gilt Paul Auerbach vom Barkhausen Institut der TU Dresden für die informative Führung sowie Malou Kunz vom COSMO Wissenschaftsforum für die Organisation. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.cosmo-wissenschaftsforum.de/robotik